Schritt für Schritt zum professionellen eBook -2-

Im ersten Teil unserer kleinen Anleitung wurde auf die absolut notwendigen Maßnahmen eingegangen, die Qualität eines eBooks (und eines veröffentlichten Textes überhaupt) einigermaßen „tolerierbar“ zu machen. Professionell ist es damit noch lange nicht. Im zweiten Teil soll die Qualität vorangetrieben werden, nicht nur durch Verfeinerung des Textes selbst, sondern auch durch flankierende Maßnahmen wie Marketing, mediale Unterstützung etc. Einige dieser Dinge kosten Geld und es kann nicht garantiert werden, dass Sie dieses Geld durch die Verkaufserlöse wieder in die eigene Tasche zurückbekommen. Dafür jedoch haben Sie die Möglichkeit, sich eine solide Basis für Ihre weiteren Veröffentlichungen zu schaffen.

Die Grafik bitte wieder von oben nach unten lesen, obwohl diesmal die Gliederung in den meisten Punkten austauschbar ist. Im Anschluss einige notwendige Erläuterungen.

qualitat_2

  • Lektoratsgutachten: Verglichen mit dem Volllektorat leistet das Lektoratsgutachten weniger „High End“-Arbeit (Formulierungen, sonstige stilistische Eingriffe etc.), sondern widmet sich allgemeineren Dingen wie Struktur, Dramaturgie, Lesefreundlichkeit, logischen Brüchen und Spannungsdynamik. In Verlagen sind Lektoratsgutachten vor allem üblich, um die Verkäuflichkeit eines Textes einschätzen zu können sowie den mit der eigentlichen Lektoratstätigkeit verbundenen Aufwand. Im besten Fall erfahren Sie also, wo die Schwächen Ihres Textes liegen und wie seine Marktchancen sind, eine ideale Grundlage für eine weitere Überarbietung Ihrerseits, wenn Sie sich nicht doch zu einem Volllektorat entschließen. Der große Vorteil des Lektoratsgutachtens liegt natürlich in den damit verbundenen Kosten. Im Prinzip arbeitet der Lektor in EINEM Durchgang (üblich sind zwei), was die Kosten in etwa halbiert. Sie können dafür eine ausführliche Analyse erwarten, mit der Sie konkret arbeiten können, Lösungsvorschläge inklusive. Ein Preis von 2-3 Euro / Normseite ist akzeptabel.
  • Das Thema „Zielgruppenanalyse“ ist komplex, ein wesentlicher Baustein wird dabei jedoch oft vergessen: Was lesen eigentlich Ihre potenziellen Leser sonst noch so? Welche Qualität, welche Aufmachung hat Erfolg und welche nicht? Es ist dabei irrelevant, ob Ihr Text „gut“, gar „besser“ ist als die Konkurrenzprodukte. Er muss passgenau sein, also möglicherweise weniger komplex, mehr „stromlinienförmig“. Dies sollte Sie vor allem dann interessieren, wenn Sie Genreliteratur schreiben, also keine Ambitionen besitzen, einen literarisch anspruchsvollen und damit weniger gut verkäuflichen Text anzubieten, der eigenen Gesetzen folgt. Darum: Lesen Sie viel! Lernen Sie von der Konkurrenz und verarbeiten (nicht: imitieren!) Sie das, was Ihnen bei der Lektüre auffällt.

 

 

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