Janya Meier: Let’s talk about fucking sex

meier_sexLet’s talk about fucking Sex ist ein autobiographischer Ratgeber von Janya Meier (Pseudonym).  Sie  beschreibt  darin  sexuelle  Situationen aus ihrem Leben. Leider waren diese Situationen nicht immer erfreulich, daher gibt sie am  Ende  eines  jeden  Kapitels  Tipps,  wie  solche  unangenehmen  Situationen vermieden werden können, bzw. an wen sich junge Frauen wenden können, wenn sie Hilfe benötigen. „Nur, wer die Nerven dazu hat, sollte dieses Büchlein lesen! Andere,  die  ihre  Fantasien  ausleben  und  diese  nicht  in  Alpträume  verwandeln wollen, sollten jetzt das Buchlein zur Seite legen!!! Ich  versuche  weitestgehend  am  Ende  eines  jeden  (Lebens-)  Abschnittes einen kleinen Kommentar zu hinterlassen, als Ratschlag/Tipp für diejenigen, die (hoffentlich nicht) in so einer Situation sind oder kommen.“ (aus der Kurzbeschreibung) 

Leseprobe:

Selbstbefriedigung

Es begann im Jahre 2004. Ich war zwölf Jahre alt und befriedigte mich das erste Mal selbst. Ich hatte in einer Zeitschrift gelesen, was das ist und wollte es mal ausprobieren. Da kam es mir recht, dass meine Eltern nicht da waren. Ich nahm ein Kissen und rieb meinen Unterleib daran. Da mir das gefiel machte ich weiter um nahm meine Hand hinzu. Unten wurde ich feucht und ich drang mit dem Finger in meine Scham ein. Anfangs erzählte ich niemanden davon. Erst mit 13 redete ich mit meiner Mutter darüber, weil sie mich erwischte. Sie kam abends immer nochmal in mein Zimmer, um mir eine „gute Nacht“ zu wünschen. An dem Tag klopfte sie nur kurz und hatte die Tür schon geöffnet, bevor ich das Kissen wegzog. Sie wunderte sich, warum ich denn schwitze und ob ich evtl. krank werde. Daraufhin erklärte ich ihr, was ich gerade getan hatte – natürlich nicht ohne knallrot zu werden. Ich redete das erste Mal mit ihr über so etwas. Sie fand das ungewöhnlich früh, doch solange es mir Spaß machte, sollte ich es tun. Inzwischen nahm ich kein Kissen mehr, sondern eine grüne Nackenrolle, da diese genau zwischen meine Schenkel passte. Dann fuhren wir auf Klassenfahrt. Eine Woche Jugendherberge mit Fünfbettzimmern. Es war die Hölle! Ich ging in die 6. Klasse.

In meiner Klasse hatte ich keine Freunde. Keiner mochte mich, da ich immer nur „nervte“. Ich wollte doch nur dabei sein, aber immer wenn ich zu jemanden hinging, ging dieser weg. Ich war das einzige Mädchen, das übrig blieb, als alle anderen schon ein Zimmer hatten und wurde in das verbliebene Zimmer eingeteilt. Zu einem Mädchen, das mit mir im Zimmer war, fühlte ich mich besonders hingezogen. Sie war sehr schlank, hatte braune, lange Haare und haselnussbraune Augen. In der Klasse mochte sie jeder, sogar die Jungs fanden sie nett. Ich bewunderte ihre taffe Art und ihr selbstbewusstes Auftreten. Ich wollte unbedingt mit ihr befreundet sein! Ich hatte gelesen, dass man Freunden alles erzählt, also erzählte ich ihr auch viel über mich. Ich dachte, dass ich sie als Freundin bezeichnen durfte, wenn ich ihr alles von mir erzähle. Sie fand das sehr amüsant und lachte über meine Geschichten. Die anderen aus der Klasse wussten durch sie nun auch alles von mir und lachten mich aus. Mir war das sehr unangenehm. Ich wollte doch nur dazu gehören. Mein Geheimnis mit der Nackenrolle erzählte ich ihr allerdings nicht. Doch wie der Zufall es wollte, ahnte sie es. Ich hatte meine grüne Nackenrolle mitgenommen für den eigentlichen Zweck: zur Nackenstütze. Doch auf dem Bezug war ein weißer Fleck. Er kam nicht von meiner Scheide, sondern von weißer Schokolade, die ich zu Hause im Bett gemümmelt hatte. Das war damals eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Lesen und währenddessen Essen. Durch den Fleck kam der Name „Wichsrolle“ zustande. Heimlich gefiel mir der Name, doch ich wurde damit nur aufgezogen, deswegen gab ich das nicht zu. Ich wurde eh‘ nicht gemocht. Und wie es so kam, wurde das Mädchen, mit dem ich unbedingt befreundet sein wollte, die mich so gehänselt hatte (Wichsrolle), trotzdem meine Freundin. Sie wurde nach der 6. Klasse auf die Realschule gestuft, weil sie den Unterrichtsstoff scheinbar nicht schaffte. Das hätte ich damals gar nicht von ihr erwartet. So ein tolles Mädchen hat auch Schwächen. Das war für mich erstaunlich und neu. Da sie nun nicht mehr von meinen Klassenkameraden beeinflusst war, meldete sie sich bei mir und wir trafen uns nach der Schule. Erst heimlich, doch als sie merkte, dass ich keine „Langweilerin“ war, auch öffentlich. Sie wurde meine „beste Freundin“.

Liebe Mädels, Als erstes solltet ihr ein offenes Verhältnis zu euren Eltern haben. Klar, ich wollte das meiner Mutter nicht freiwillig erzählen, weil mir das peinlich war, aber als ich dann ganz ruhig mit ihr reden konnte, war das gar nicht so peinlich wie erwartet. Meine Mutter war da sehr verständnisvoll und offen. Ich glaube, dass eure Eltern da genauso gut mit umgehen können – sie waren schließlich auch mal jung 😉 Also: Es ist gar nicht so schlimm „erwischt“ zu werden, trotzdem solltet ihr dies vermeiden. Ich habe anschließend mit meiner Mutter ausgemacht, dass sie meine Zimmertür erst öffnen darf, wenn sie eine Antwort nach dem Klopfen erhält. So erwischte sie mich nicht mehr. Als zweites: Lasst euch nicht mobben! Ihr seid toll, so wie ihr seid! Wenn es zu schlimm wird, haben die meisten Schulen Sozialarbeiter. Ihr könnt mit denen über eure Probleme reden. Sie hören euch zu und veranlassen ein klärendes Gespräch mit den „Mobbern“. Ihr braucht da keine Angst zu haben, was Falsches zu sagen, denn diese Menschen sind dafür ausgebildet, alles zu eurem Gunsten zu klären. Und auch, wenn ihr kein Gespräch, sondern Tipps haben wollt, wie ihr mit der Situation umgehen könnt, sind sie für euch da!

Genre: Ratgeber (Sex, Lifestyle), Autobiografie

Status: veröffentlicht

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6 Kommentare

  1. Dieter Paul Rudolph

    Also. Ich habe nichts gegen das Thema. Aber die Umsetzung erscheint mir unbefriedigend. Sie besteht ja aus zwei Teilen, einem erzählerischen und einem ratgeberischen. Die autobiografischen Elemente in allen Ehren, aber z.B. das Thema „Mobbing“ wird nur am Rande und höchst vage erwähnt, keine Details, nichts. Und der Hinweis auf die Schulsozialarbeiter … nun ja. Ob die mal einfach so „alles zu euren Gunsten klären“, wage ich stark zu bezweifeln. Was mir hier generell fehlt, ist Tiefe, sowohl im Erzählerischen als auch im Ratgeber-Anhang. Zum Beispiel hätte mich interessiert, warum die Protagonisten Selbstbefriedigung für „peinlich“ hält. Ich weiß ja, dass es so ist, aber genau hier hätte man ein genaueres Bild von ihr bekommen können. Und dass man ein offenes Verhältnis zu seinen Eltern haben soll … geschenkt. Nur haben es eben viele nicht. Außerdem: Muss man seinen Eltern tatsächlich „reinen Wein“ einschenken?
    Ich halte die Idee an sich für durchaus originell und sehe sie als gute Basis. Allerdings müsste noch viel an der Konzeption und der Realisierung gearbeitet werden. Da die Autorin aber noch jung ist, sollte dies möglich sein …

  2. Sabine Hennig-Vogel

    Das Thema ist interessant, in meiner Jugendzeit, so in den 1970er Jahren, war das kein Thema und mit meinen Eltern hätte und habe ich nie darüber gesprochen.
    Sprachlich erinnert mich das Ganze an erste Tagebuchversuche. Mir ist es zu wenig ausgearbeitet. In die Geschichte von der Klassenfahrt gehören für mich lebendige Dialoge.
    Kann das Projekt als „Ratgeber“ ankommen? Oder sollte sie besser rund um Themen Geschichten bauen, die ohne dieses typische Ratgebervokabular auskommen? Konkrete Beispiel, auch mit positiven Lösungsansätzen. Auch wenn ihre Mutter cool reagiert hat – interessiert das jemanden?
    Ich würde die Ich-Persepktive verlassen (also nicht über mich selbst schreiben, ich meine damit nicht die Erzählperspektive) und Geschichten über Dritte erzählen, in die ja auch persönliche Erfahrungen einfließen können sowie Hinweise. „Das und das ist meiner Freundin Anja passiert… “ Oder Dritte erzählen lassen (in einer Runde, In einer Selbsthilfegruppe, am Lagerfeuer…)
    Ich würde der Autorin raten, sich Testleser in ihrem Alter zu suchen und verschiedenes auszuprobieren. Da geht noch was!

  3. Ich frage mich heftig, was das Ganze soll. Erotik? Davon ist es um Lichtjahre entfernt. Ratgeber? Auch davon ist es Lichtjahre entfernt. Autobiografie? Dito. Nicht, dass die Themen nicht zu Büchern taugen würden – aber nicht in der Mischung und vor allem nicht in dieser Umsetzung.

    Also: Als allererstes sollte sich Fräulein Meier auf ein „Genre“ festlegen. Wenn es zum Beispiel ein Ratgeber für junge Mädchen sein und der (an sich banale) Tipp „Als erstes solltet ihr ein offenes Verhältnis zu euren Eltern haben“ gegeben werden soll, dann sollte die „autobiografische Geschichte“ dazu auch erklären, wieso das wichtig ist. Knallrot zu werden ist nun wirklich kein ausreichender Grund, Mädchen aufzufordern, den Eltern ungefragt ihr Intimleben auszubreiten. Bei der Gelegenheit: Ab wann sollte man denn nach Meinung der Autorin damit aufhören, seinen Eltern alle seine sexuellen Erlebnisse zu schildern? Mit 14? Oder mit 20? Oder erst nach der Hochzeitsnacht? Worauf ich hinaus will: Was immer Fräulein Meier antrieb, das da zu schreiben – mit so etwas wie Sachinteresse hatte es offenbar nicht im Geringsten zu tun.

    Als zweites empfehle ich ganz, ganz dringend, erzählen zu üben. Dieser Text klingt wie ein nicht sehr gut geratener Schulaufsatz.

    *** Es begann im Jahre 2004. Ich war zwölf Jahre alt und befriedigte mich das erste Mal selbst. Ich hatte in einer Zeitschrift gelesen, was das istKOMMA und wollte es mal ausprobieren. Da kam es mir recht, dass meine Eltern nicht da waren. Ich nahm ein Kissen und rieb meinen Unterleib daran. Da mir das gefielKOMMA machte ich weiter um FALSCH! UND nahm meine Hand hinzu. Unten wurde ich feucht und ich drang mit dem Finger in meine Scham FALSCH! ein. **
    Erotik? Null – dazu ist es zu sehr ein spärliches Fakten-Abspulen. Ratgeber? Kann ich schlecht beurteilen, erscheint mir auch dafür recht spärlich. Und als Autobiografie extrem unspannend: Die Person wird überhaupt nicht erkennbar. Weder wird klar, warum sie das probiert (nur weil es in der Zeitung stand?? Na hoffentlich steht da nie, wie man eine Bank ausraubt!) , noch was sie dabei empfindet oder „entdeckt“ (nein „es gefällt“ oder „unten feucht werden“ reicht dafür nicht).
    Scham ist falsch: Scham ist „die Gegend der äußeren Geschlechtsorgane“ – das Mädel dringt in die Scheide ein. Etwas Wissen wäre beim Schreiben hilfreich gewesen.

    *** Sie kam abends immer nochmal in mein Zimmer, um mir eine „gute Nacht“ zu wünschen. An dem Tag klopfte sie nur kurz und hatte die Tür schon geöffnet, bevor ich das Kissen wegzog. ***
    Wenn die Mutter immer nochmal kommt, wieso hat sie das nicht abgewartet?

    ***Sie wunderte sich, warum ich denn schwitze und ob ich evtl. AUSSCHREIBEN! krank werde. Daraufhin erklärte ich ihr, was ich gerade getan hatte – natürlich nicht ohne knallrot zu werden. ***
    Sei wundert sich, ob sie krank wird? Das ergibt keinen Sinn.
    Sie erklärt es. Heißt das, sie beschreibt ihm Detail, was sie macht? Oder sagt sie es nicht einfach nur?

    ***Ich redete das erste Mal mit ihr über so etwas. ***
    Worüber genau? Diese Schwammigkeit bringt für keinen der Ansätze irgendwas. Für Erotik ist es zu verschämt, für Ratgeber und Biografie zu ungenau.

    ***Sie fand das ungewöhnlich früh,***
    Was? Das Drüber-Reden oder die Selbstbefriedigung?

    *** doch solange es mir Spaß machte, sollte ich es tun.***
    … und das war das ganze Gespräch? Mager!
    Wie: „solange“? Denkt die Mutter, irgendwann man es keinen Spaß mehr?

    *** Inzwischen nahm ich kein Kissen mehr, sondern eine grüne Nackenrolle, da diese genau zwischen meine Schenkel passte.***
    Wie: Inzwischen? Während des Gespräches?

    *** Inzwischen nahm ich kein Kissen mehr, sondern eine grüne Nackenrolle, da diese genau zwischen meine Schenkel passte. Dann fuhren wir auf Klassenfahrt.***
    Wann „dann“? Nach dem Wechsel zur Rolle? Nach dem Gespräch mit der Mutter?

    *** Eine Woche Jugendherberge mit Fünfbettzimmern. Es war die Hölle! Ich ging in die 6. Klasse.***
    Was war die Hölle? Eine Woche Jugendherberge? Eine Woche Fünfbettzimmer? Oder doch, dass sie in die 6.Klasse ging?
    Ich rekapituliere: Sie ist 13 und geht in die 6. Klasse. Soll damit verklickert werden, dass sie mal sitzen geblieben ist? Oder dass sie bei der Einschulung zurückgestellt worden war? Und was bedeutet es eigentlich, wenn man in dem Alter mit Jüngeren die Schulbank drückt?

    *** Ich hatte gelesen, dass man Freunden alles erzählt, also erzählte ich ihr auch viel über mich. Ich dachte, dass ich sie als Freundin bezeichnen durfte, wenn ich ihr alles von mir erzähle. Sie fand das sehr amüsant und lachte über meine Geschichten. Die anderen aus der Klasse wussten durch sie nun auch alles von mir und lachten mich aus. ***
    Auch hier wird einfach durchgerannt – zum einen fehlt etwas bis zum „ihr erzählte ich alles“ (wie denn, wenn immer alle weggehen, wenn sie kommt!) und zum anderen fehlt der ganze für die Psyche der Erzählerin so wichtige Teil, wie sie von dem „Verrat“ erfuhr und was das mit ihr machte.

    ***Mir war das sehr unangenehm. ***
    Das ist die Untertreibung des Jahrtausends! Wenn das hier das mit dem „Mobbing ist schlimm!“ sein soll, dann ist das gründlichst daneben gegangen.

    *** Das war damals eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Lesen und währenddessen Essen.***
    … das klang bisher aber nicht so.
    Das „Essen“ muss „essen“ heißen.

    *** Durch den Fleck kam der Name „Wichsrolle“ zustande.***
    Wie? Wer kam auf die Idee, wer sagte es zuerst, wie war das erste Gefühl der Erzählerin?

    *** Sie wurde nach der 6. Klasse auf die Realschule gestuft, weil sie den Unterrichtsstoff scheinbar nicht schaffte. Das hätte ich damals gar nicht von ihr erwartet. ***
    Wie: „scheinbar“? Das stimmte gar nicht?
    Das „nicht von ihr erwartet“ klingt, als hätte sie etwas Unerhörtes getan.

    *** So ein tolles Mädchen hat auch Schwächen. Das war für mich erstaunlich und neu. ***
    Wieso? Hat sie denn in der Schule nicht mitbekommen, dass diese Mitschülerin ständig schlechte Noten bekam?

    *** Erst heimlich, doch als sie merkte, dass ich keine „Langweilerin“ war, auch öffentlich. Sie wurde meine „beste Freundin“. ***
    Woran merkte sie das? Was taten sie gemeinsam? Warum hatte die Ich-Erzählerin ihr diesen ungeheueren Verrat einfach so verziehen? Und warum steht „beste Freundinnen“ in Anführungszeichen?

    *** Ich glaube, dass eure Eltern da genauso gut mit umgehen können – sie waren schließlich auch mal jung😉 Also: Es ist gar nicht so schlimm „erwischt“ zu werden, trotzdem solltet ihr dies vermeiden. ***
    Fräulein Meier kann glauben, was sie will – wenn sie die Eltern nicht kennt, ist das hochgradig belanglos. Es ist auch schnuppe, ob die Eltern mal jung waren – vielleicht waren sie schon immer verknöcherte Spießer, die Sex eklig finden und nur zum Zwecke der Fortpflanzung dulden.
    Smileys gehören nicht in Prosa-Texte.
    Warum steht „erwischt“ in Anführungszeichen? Vor allem aber: Wenn es nicht schlimm ist, warum sollte man es vermeiden?

    *** Als zweites: Lasst euch nicht mobben!***
    Wo in diesem „Biografie-Teil“ findet Mobbing statt? Es wird mal kurz was von Hänseleien geredet, auch Ausgrenzung wird nebenbei erwähnt – aber nichts davon scheint ein echtes Problem gewesen zu sein. (Ich weiß, das sind Probleme – aber so wird es eben nicht erzählt.)

    *** Wenn es zu schlimm wird, haben die meisten Schulen Sozialarbeiter. ***
    … die haben diese Schulen auch, wenn es nicht schlimm wird.
    Was heißt „zu schlimm“? Mit etwas Recherche hätte Fräulein Meier herausfinden können, dass dieses „zu“ das größte Problem bei der Sache ist – die Betroffenen wehren sich nicht von Anfang an, sondern „warten“, bis es „zu schlimm“ ist; dann aber ist es oft wirklich schon zu schlimm: der Schaden (an Seele und oft auch Körper) ist da.

    *** Ihr könnt mit denen über eure Probleme reden. Sie hören euch zu und veranlassen ein klärendes Gespräch mit den „Mobbern“. Ihr braucht da keine Angst zu haben, was Falsches zu sagen, denn diese Menschen sind dafür ausgebildet, alles zu eurem Gunsten zu klären. ***
    Wunschdenken! Und: Was, wenn es an der Schule keine Sozialarbeiter gibt? Und: Was hat die Ich-Erzählerin eigentlich gemacht? Ist sie zu so jemandem hingegangen? Wenn ja: Mit welchem Erfolg? Wenn nein: Warum nicht?

    Alles in allem, liebes Fräulein Meier: Das Ganze war noch lange nicht veröffentlichungsreif. Mal noch vier, fünf Jahre liegen lassen und inzwischen schreiben üben!

  4. Ich fand den Titel sehr ansprechend, habe mir aber etwas ganz anderes vorgestellt. Eher eine flotte romantische Komödie.
    Dann stolperte ich über den Klappentext: „Nur, wer die Nerven dazu hat, sollte dieses Büchlein lesen!“ Na, so schlimm ist das Geschriebene auch wieder nicht. Meine Nerven halten das auf jeden Fall aus. 😉
    „Andere, die ihre Fantasien ausleben und diese nicht in Alpträume verwandeln wollen, sollten jetzt das Buchlein zur Seite legen!!!“ : Okay, darüber musste ich sehr lange nachdenken und weiß eigentlich immer noch nicht, was das heißen soll.
    Man lebt seine Fantasien aus, damit sie keine Alpträume werden? Man lebt seine Fantasien aus und sie verwandeln sich in Alpträume? Und in beiden Fällen sollte man das Buch nicht lesen? Verstehe ich nicht.

    Inhalt: Da geht es mir wie den Vorschreibern, das ist weder Fisch noch Fleisch.
    Aber die gute Nachricht ist, dass man sich immer verbessern kann mit seinen Texten. Wenn man bereit ist, daran zu arbeiten.
    Die Erfahrungen, die man im Leben sammelt, sind für einen selbst einzigartig. Aber ob man sie eins zu eins so wiedergeben sollte? Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass man sie verfremdet oder indirekt in seine Texte hineinfließen lassen kann.
    Vielleicht wäre das für dich eine bessere Methode?
    MfG Liv

  5. Hallo, ihr lieben Kommentierenden.
    Danke für die ausgiebigen Kommentare. Ihr habt euch viel Zeit genommen, diesen Text zu lesen und Anmerkungen zu machen. Zudem ist euer Feedback sachlich und konstruktiv. Vielen Dank dafür!
    Dieses „Büchlein“ ist mein erster Versuch auf dem Buchmarkt (und vielleicht nicht mein letzter) und meine Schreiberei steckt noch in den Kinderschuhen.
    Es ist tatsächlich der Fall, dass ich diesen Text mit 14 das erst Mal geschrieben habe. Ich habe das Buch dann nach und nach erweitert. Auch mein Schreibstil verändert sich mit dem Buch entsprechend des Alters.
    Ich finde die Idee, dass ich vom Ich-Erzähler zum dialogischen Erzähler wechseln sollte, sehr gut. Ich denke, ich werde das Buch noch einmal überarbeiten und in den nächsten Jahren eine Neuauflage veranlassen.
    Vielen Dank für Euer Feedback,
    Janya Meier

  6. Interessantes Thema, aber ich schließe mich den Vorrednern an, die Geschichte von der Selbstbefriedigung und der Freundin, die erst nicht Freundin ist und dann doch, hat noch keinen Bogen. Manchmal habe ich mich auch gefragt, wer erzählt und warum? … Es ist ja noch ein früher Arbeitstand und anhand der ganzen Anmerkungen kann ja noch mal überlegt werden, ob es eine Art Tagebuch ist, oder Erinnerung oder eine Erzählung? Auf jeden Fall viel Spaß beim Überarbeiten!

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